Heizungsförderung 2026: Was Ihnen wirklich zusteht
Der Umstieg von Öl und Gas auf eine erneuerbare Heizung wird gefördert – vom Bund und von den Ländern. Hier der Überblick über alle neun Bundesländer, Stand August 2026.
Bundesförderung: „Raus aus Öl und Gas"
Über die Sanierungsoffensive 2026 unterstützt der Bund den Kesseltausch in ganz Österreich mit einem Zuschuss von bis zu 30 % der förderfähigen Kosten – gedeckelt je nach Heizsystem:
| Heizsystem | Förderung (max.) |
|---|---|
| Pellets- / Biomasseheizung | 8.500 € |
| Wärmepumpe | 7.500 € |
| Fernwärme-Anschluss | 6.500 € |
| Einzelne Wohnung | 2.000 € |
Zusätzlich gibt es Boni – etwa für eine kombinierte Solaranlage oder eine Tiefenbohrung bei der Wärmepumpe. Beantragt wird vorab über sanierungsoffensive.gv.at; abgewickelt wird über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC).
Wichtig: Das Budget ist begrenzt (rund 360 Mio. € pro Jahr) und wird nach dem Prinzip „first come, first served" vergeben. Für 2026 ist es bereits vollständig abgeholt (siehe Hinweis oben). Wer 2027 tauschen will, sollte den Antrag stellen, sobald die neue Tranche öffnet – erfahrungsgemäß ist der Topf rasch wieder ausgeschöpft.
Landesförderung – jedes Bundesland zahlt extra dazu
Zusätzlich zur Bundesförderung gibt es in jedem Bundesland eine eigene Landesförderung, die sich mit dem Bund kombinieren lässt. Höhe und Bedingungen unterscheiden sich deutlich – ein Überblick (Stand 2026):
| Bundesland | Landesförderung (zusätzlich zum Bund) |
|---|---|
| Wien | 35 % der Kosten, bis 8.000 € – mit Bund kombiniert bis rund 17.500 € |
| Niederösterreich | Annuitätenzuschuss 4 % pro Jahr über 10 Jahre (über Bankdarlehen) |
| Oberösterreich | Pellets/Hackgut 2.900 € – plus 5.000 € Zuschlag für eine stromerzeugende Pelletsheizung (Pellets-BHKW); Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 1.700 € |
| Steiermark | bis 3.000 € beim Tausch alter Biomasse/Wärmepumpe (Budget begrenzt) |
| Tirol | 25 % Einmal- oder 35 % Annuitätenzuschuss, +3.000 € bei Ersatz einer fossilen Anlage |
| Salzburg | Fixzuschuss bis 5.000 € (40 % der Kosten); mit Bund bis rund 75 % |
| Kärnten | 35 % der Kosten, bis 6.000 € (Ersatz einer fossilen Heizung) |
| Vorarlberg | Biomasse 4.000 €, Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 2.000 € (einkommensunabhängig) |
| Burgenland | 30 % der Kosten, bis 2.000 € (mit „Sauber Heizen" bis 3.500 €) |
Bund und Land lassen sich kombinieren; in Summe dürfen die Förderungen die Investitionskosten nicht übersteigen. In der Praxis liegt die kombinierte Förderung meist bei rund der Hälfte der Kosten – in Salzburg bis etwa 75 %, in Kärnten bis 85 %. Welche Kombination für Ihr Bundesland und Ihr Vorhaben das Maximum herausholt, klären wir im Erstgespräch.
Ihr Bundesland im Detail:
Sauber Heizen für Alle
Für einkommensschwächere Haushalte gibt es das Programm „Sauber Heizen für Alle": Hier werden – bei Erfüllung der Einkommensgrenzen (etwa die untersten beiden Einkommensdezile) – bis zu 100 % der Kosten übernommen, bei einer Pellets-/Hackgutheizung gedeckelt auf rund 36.000 €. Auch dieses Programm ist für 2026 ausgeschöpft und nimmt derzeit keine neuen Anträge an – die Neuauflage wird mit der Tranche 2027 erwartet.
Und die Gemeinde?
Manche Gemeinden legen noch einen eigenen Zuschuss obendrauf – das ist aber nicht flächendeckend und meist im kleineren Rahmen. Am besten direkt beim Gemeindeamt nachfragen; wir prüfen das im Erstgespräch mit.
Und beim Pellets-BHKW?
Ein Pellets-BHKW wird beim Heizungsteil wie eine Biomasseheizung gefördert; die Stromseite (PV-Anlage und Speicher) hat eigene Förderwege. Welche Kombination für Ihr Haus die höchste Gesamtförderung bringt, rechnen wir im Erstgespräch konkret durch – und kümmern uns auf Wunsch um die Anträge.
Was rechnet sich für Ihr Haus?
Lassen Sie Ihre Situation in zwei Minuten durchsimulieren – oder fragen Sie ein kostenloses Erstgespräch an.
Stand 08/2026, ohne Gewähr. Förderhöhen, Bedingungen und Budgets ändern sich laufend, einzelne Landesbeträge variieren je nach Programm – maßgeblich sind ausschließlich die offiziellen Stellen: die Kommunalkredit Public Consulting (sanierungsoffensive.gv.at, sauber-heizen.at) für den Bund sowie die Energie- und Wohnbauförderstellen der Länder.
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